{"id":3965,"date":"2021-07-21T09:00:08","date_gmt":"2021-07-21T07:00:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.derweinblog.at\/?p=3965"},"modified":"2021-07-21T09:10:09","modified_gmt":"2021-07-21T07:10:09","slug":"maillychampagner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gottardi.at\/weinblog\/maillychampagner\/","title":{"rendered":"Prickelnde Momente mit 100 % Grand Cru Champagner von Mailly"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_3970\" style=\"width: 860px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3970\" class=\"size-full wp-image-3970\" src=\"https:\/\/www.gottardi.at\/weinblog\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Mailly-Champagne-Titelbild.jpg\" alt=\"Champagnerschale mit drei Flascehn Champagner und vielen Gl\u00e4sern.\" width=\"850\" height=\"567\" \/><p id=\"caption-attachment-3970\" class=\"wp-caption-text\">Ein gutes Fest beginnt mit einem sch\u00f6nen prickelnden Glas Champagner &#8211; am besten von Mailly.\u00a0\u00a9Gottardi\/Noggler<\/p><\/div>\n<p><strong>Es gibt keine stilvollere Art, den Durst zu l\u00f6schen als mit einem prickelnden Glas Champagner. Doch Champagner ist nicht gleich Champagner. Was macht die Qualit\u00e4t eines guten Champagner aus? Wann und wie ist der edle Schaumwein \u00fcberhaupt entstanden? Und was muss man noch \u00fcber den goldenen Gaumenprickler wissen? Eines vorne weg: Wir haben einige interessante Facts mit besonderen Knalleffekten f\u00fcr Sie zusammengetragen.\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3><b>Die Geschichte\u00a0des Champagners<br \/>\n<\/b><\/h3>\n<p>Es ist eine aufregende und bewegende Geschichte, die hinter einem der weltbekanntesten Luxusg\u00fcter steckt. Die Erz\u00e4hlungen rund um den Champagner sind gepr\u00e4gt von ber\u00fchmten Pers\u00f6nlichkeiten, stetigen Ups und Downs sowie skurrilen Begebenheiten.<\/p>\n<h4>Von fliegenden Korken, Sprudel liebenden Engl\u00e4ndern und experimentierfreudigen M\u00f6nchen<b><br \/>\n<\/b><\/h4>\n<p>Der Weinanbau geht &#8211; wie an vielen anderen Orten Europas &#8211; auch in der Champagne auf die weitgereisten und eroberungslustigen R\u00f6mer zur\u00fcck. Damals prickelte der Wein noch nicht am Gaumen, sondern wurde still ausgebaut. Sein Anbau wurde durch die N\u00e4he zu Paris und die umtriebigen Kl\u00f6ster in Reims und Ch\u00e2lons-en-Champagne auch nach der R\u00f6merzeit weiter betrieben. 1114 kam das Benediktinerkloster Saint-Pierre-aux-Monts in den Besitz des Gebiets, das heute als Weinbaugebiet Champagne gilt. In der Zeit von Heinrich IV. sprach man in Paris bereits vom Vin de Champagne und dieser begeisterte den Adel und die K\u00f6nigsh\u00e4user in Frankreich und England. Um 1670 kam schlie\u00dflich das Prickeln in den Champagner und der bis dato stille Wei\u00dfwein wurde zum Schaumwein, was einem gl\u00fccklichen Zufall und der Trinkfestigkeit der Engl\u00e4nder zu verdanken ist. Denn in diesen Jahren begann man damit, den Wein f\u00fcr den Transport in Flaschen zu f\u00fcllen, um so seine Frische zu bewahren. Durch diese fr\u00fche Abf\u00fcllung g\u00e4rte er dort ungewollt weiter. Das brachte nicht nur den Sprudel in den Wein, sondern auch viele Korken zum Knallen und Flaschen zum Splittern. Die Winzer waren wenig begeistert von den Verlusten und dem Gefahrenpotential und wollten bereits wieder auf den Fasstranport umschwenken. Die Engl\u00e4nder aber liebten das sprudelnde edle Getr\u00e4nk und wollten mehr davon. Also blieb man dabei und die Produzenten nahmen die Verluste und Verletzungen in Kauf. Die Kellermeister trugen sogar Eisenmasken, die an mittelalterliche Folterknechte erinnerten, weshalb der Champagner auch bald als &#8222;Wein des Teufels&#8220; bezeichnet wurde. Die kontrollierte Flascheng\u00e4rung bracht schlie\u00dflich den Durchbruch, weiterentwickelt wurde sie \u00fcbrigens von keinem geringeren als dem Benediktinerm\u00f6nch Dom P\u00e9rignon. Ihm verdanken wir auch die Praktik des Verschneidens ebenso wie das Wei\u00dfkeltern roter Trauben. Mit den Erkenntnissen von Louis Pasteur verstand man schlie\u00dflich das Prinzip der G\u00e4rung und perfektionierte es, sodass man den Transport von Champagner-Flaschen offiziell erlaubte.<\/p>\n<div id=\"attachment_3983\" style=\"width: 860px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3983\" class=\"size-full wp-image-3983\" src=\"https:\/\/www.gottardi.at\/weinblog\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Maillys-Kellergew\u00f6lbe.jpg\" alt=\"Kellergew\u00f6lbe von Mailly aus Kreidefels.\" width=\"850\" height=\"567\" \/><p id=\"caption-attachment-3983\" class=\"wp-caption-text\">In den in Kreidefels gehauenen Kellern ruht ein gro\u00dfer Champagnerschatz.\u00a0\u00a9Mailly Champagne<\/p><\/div>\n<h4>Klarer Genuss &#8211; bis heute<\/h4>\n<p>1729 wurde das erste Champagnerhaus gegr\u00fcndet und Namen wie Mo\u00ebt, Heidsieck und Bollinger machten den Champagner zur Marke. Doch bis ins 19. Jahrhundert hinein war der Champagnergenuss eine tr\u00fcbe Angelegenheit. Zumindest optisch. Denn die Hefe verblieb nach der zweiten G\u00e4rung noch in der Flasche. Dass wir heute mit klarem Edelsprudel ansto\u00dfen k\u00f6nnen, verdanken wir Madame Clicquot, die zusammen mit Antoine M\u00fcller und Alfred Werl\u00e9 das R\u00fctteln und Degorieren in die Champagnerproduktion einbrachte. Nachdem der Edelsprudel nun klarer und trinkfreudiger als je zuvor war, lie\u00df sich die weltweite Eroberung des besonderen Luxusweins nicht mehr aufhalten.1804 entstand wiederum im Champagnerhaus Veuve Clicquot (heute eine Marke von\u00a0Mo\u00ebt Hennesy Louis Vuitton) der erste Ros\u00e9-Champagner, 1870 folgten die ersten Jahrgangs-Champagner. Der Champagner wurde zusehends zum Exportschlager, bereits in den 1880ern wurden drei Viertel der gesamten Champagnerproduktion nach England und in die USA geliefert. Die Reblausplage vereitelte den weiteren Siegeszug des Champagners und brachte auch eine Ver\u00e4nderung bei den f\u00fcr Champagner verwendeten Rebsorten mit sich. Pinot Noire, Pinot Meunier und Chardonnay wurden die bestimmenden Sorten f\u00fcr den Champagner. Zudem schr\u00e4nkte man die Nutzung des Namens Champagne auf ein bestimmtes Gebiet (des D\u00e9partements Marne) ein. Einbu\u00dfen des Absatzmarktes gab es durch den Ersten und Zweiten Weltkrieg. Nach den Kriegen erholte sich der Champagnermarkt wieder und es kam zu einem neuen Aufschwung, der bis zur weltweiten Finanz- und Wirtschaftskriese 2008 anhielt. Wie beliebt und besonders der Champagner aber nach wie vor ist, zeigt sich darin, dass man einerseits die Champagner erzeugenden Gemeinden aufstockte und zugleich daf\u00fcr sorgte, dass die Champagne mit ihren Rebfl\u00e4chen und den in Kreidefels gehauenen Kellern in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen wird.\u00a0<b><\/b>Heute stellen die verschiedenen Champagnerproduzenten insgesamt rund 385 Millionen Flaschen Champagner her und haben gesch\u00e4tzte 1,5 Milliarden Flaschen in ihren Kellern lagern.<\/p>\n<div id=\"attachment_3984\" style=\"width: 860px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3984\" class=\"size-full wp-image-3984\" src=\"https:\/\/www.gottardi.at\/weinblog\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Mailly-Umgebung-photoMichel.jpg\" alt=\"Weinberge rund um das Champagnerhaus Mailly.\" width=\"850\" height=\"567\" \/><p id=\"caption-attachment-3984\" class=\"wp-caption-text\">Hier findet der Mailly Champagner seinen Ursprung.\u00a0\u00a9Michel Jolyot\/Mailly Champagne<\/p><\/div>\n<h3><strong>Mailly &#8211; Champagner mit Seele<\/strong><\/h3>\n<p>Vor vielen Jahren haben wir uns f\u00fcr eine besondere Champagnermarke entschieden, der wir bis zum heutigen Tag treu geblieben sind. Warum? Ganz einfach, weil sie zu 100 % mit Grand-Cru-Qualit\u00e4t \u00fcberzeugt: Mailly. Mailly Grand Cru, ist\u00a0kein Markenname, sondern eine\u00a0Lage. Was die Premier Grand Crus im\u00a0Bordelais und die Grand Crus im Burgund,\u00a0das sind Maillys Reblagen in\u00a0der Champagne. Die weingeographisch\u00a0als Champagne bezeichnete\u00a0Landschaft umfasst \u00fcber\u00a0300 Gemeinden, deren Reblagen\u00a0offiziell klassifiziert sind. 17 dieser\u00a0Gemeinden stehen an der Spitze\u00a0und erhielten die Auszeichnung\u00a0Grand Cru 100 %. Der Anteil der\u00a0100 %-Qualit\u00e4t ist im Verh\u00e4ltnis zur\u00a0Gesamtproduktion der Champagne\u00a0\u00e4u\u00dferst gering. So besteht Champagner\u00a0notgedrungen aus einer\u00a0Cuv\u00e9e, das hei\u00dft einer Zusammenstellung\u00a0von unterschiedlich\u00a0klassifiziertem Traubengut. Mailly\u00a0hingegen verwertet f\u00fcr alle seine\u00a0Qualit\u00e4ten ausschlie\u00dflich 100 % Grand-Cru-klassifizierte Trauben aus\u00a0der eigenen Gemeinde.<\/p>\n<p>Mailly ist ein stattliches Dorf auf den sanften H\u00fcgeln der\u00a0Montagne de Reims, einer der sechs deklarierten Gro\u00dfregionen der Champagne. Auf den 70 Hektar Weinbergen, die im Besitz von 25 Familien sind, werden\u00a0ausschlie\u00dflich Grand Cru-Trauben\u00a0produziert und in einem gemeinsamen Keller verarbeitet. Damit bildet die Genossenschaft eine absolute Ausnahme in der Region, in der sonst kein anderer Champagner rein aus diesem hervorragenden Traubenmaterial erzeugt wird. Es werden nur die Rebsorten\u00a0Pinot Noir zu 75 %\u00a0und\u00a0Chardonnay zu 25 %\u00a0angepflanzt, was ebenfalls eine Besonderheit darstellt, auf die man bei Mailly besonders stolz ist. Auf die dritte in der Region zugelassene Rebsorte Pinot Meunier wird vollkommen verzichtet und so entstehen Champagner, denen der Pinot Noir eine sch\u00f6ne Frische und Mineralit\u00e4t verleiht, welche durch die Feinheit und Harmonie des Chardonnays perfekt erg\u00e4nzt wird.<\/p>\n<div id=\"attachment_3982\" style=\"width: 860px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3982\" class=\"size-full wp-image-3982\" src=\"https:\/\/www.gottardi.at\/weinblog\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Maillyschild-feld.jpg\" alt=\"Feld mit Schild von Mailly Champagne\" width=\"850\" height=\"567\" \/><p id=\"caption-attachment-3982\" class=\"wp-caption-text\">Wo Genuss in seiner edelsten Form zu Hause ist: bei Mailly Champagne.\u00a0\u00a9Mailly Champagne<\/p><\/div>\n<p>Die Sorgfalt im Keller ist einzigartig. So stehen in den kilometerlangen\u00a0\u201ecray\u00e8res\u201c\u00a0genannten Kreidekellern Vorr\u00e4te aus zehn Jahren, mit denen die einzelnen Cuv\u00e9es verfeinert werden. Diese Reserven werden vom Kellermeister Jahr f\u00fcr Jahr verkostet und entsprechend dem jeweiligen Stil der Cuv\u00e9e eingesetzt.\u00a0Im Hause Mailly ist man der Ansicht, dass nur aus\u00a0bestem Grundwein exzellenter Champagner\u00a0entstehen kann. Gerade deshalb ist man so stolz, auf die 100 % Grand-Cru-Qualit\u00e4t. Trotz des teuren Traubengutes und der\u00a0aufwendigen Handarbeit\u00a0liegen die Preise der Mailly Champagner weit unter jenen der bekannten Luxus-Marken. Der Grund daf\u00fcr ist einfach: Man verzichtet auf teure Prestigewerbung und wendet sich an jene Champagner- Liebhaber, die derselben Ansicht sind wie einst Oskar Wilde:\u00a0<b><i>\u201eIch mag die einfachen Dinge, vorausgesetzt sie sind erstklassig!\u201c<\/i><\/b><\/p>\n<h3><strong>Unsere Empfehlung &#8211; 30 Jahre Blanc de Pinot Noir<\/strong><\/h3>\n<div id=\"attachment_3979\" style=\"width: 103px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3979\" class=\"size-medium wp-image-3979\" src=\"https:\/\/www.gottardi.at\/weinblog\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/DePinotNoir_Mailly-93x300.png\" alt=\"Eine Flasche Blanc de Pinot Noir von Mailly Champagne.\" width=\"93\" height=\"300\" \/><p id=\"caption-attachment-3979\" class=\"wp-caption-text\">Wir feiern 30 Jahre Edelchampagner Blanc de Pinot Noir.\u00a0\u00a9Gottardi<\/p><\/div>\n<p>In dem tief in die Kreidefelsen\u00a0getriebenen Kellern reifen die Mailly\u00a0Champagner viele Jahre lang\u00a0unter g\u00fcnstigsten Bedingungen\u00a0heran, bevor sie schlie\u00dflich in\u00a0den Handel kommen. So entsteht\u00a0ein besonders gehaltvoller,\u00a0ausgewogener und ausgesprochen\u00a0eleganter Champagner mit Seele\u00a0und Charakter \u2013 wie unsere heutige Empfehlung: der Blanc de Pinot Noir!<\/p>\n<p>Seit seiner Geburtsstunde vor mehr als 30 Jahren gilt der <a href=\"https:\/\/www.gottardi.at\/mailly-champagne-blanc-de-pinot-noir-7549300\">Mailly Blanc de Pinot Noir<\/a> als Ma\u00dfstab reinsortiger Pinot-Noir-Champagner. Damals gab es noch so gut wie keine sortenreinen Pinot-Qualit\u00e4tsschaumweine und so wurde Mailly Grand Cru zum Botschafter des Blanc de Pinot Noirs. Durch den besonderen Standort des Champagnerhauses auf den sanften H\u00fcgeln an der Nordflanke der Montagne de Reims entstehen hier besonders finessenreiche und saftige Pinot-Noir-Trauben. Geerntet werden die rund 35 Lagen und 600 Parzellen einzeln, ebenso erfolgt die Verarbeitung der einzelnen Lagen getrennt. Lebenslust pur vermittelt der Blanc de Pinot Noir, der K\u00f6nig der Grande Montagne de Reims. Er ist eine wahre Entdeckung, denn er wird zu 100 % aus Pinot Noir vinifiziert. Dieser seltene Wein ist eine unumst\u00f6\u00dfliche Referenz unter den sortenreinen Champagnern und ein wahres Musterbeispiel seines au\u00dfergew\u00f6hnlichen Terroirs. Im Glas \u00fcberzeugt er mit seinen goldgelben Reflexen und bet\u00f6rt bereits beim ersten Schluck mit seinen herrlichen Pinot-Aromen. In der Nase frische Gew\u00fcrze mit erdigen Noten. Am Gaumen lebendig, finessenreich, saftig, fruchtig und sanft zugleich. Perfekt balanciert! Dieser Champagner begleitet stilsicher Meeresfr\u00fcchte, G\u00e4nseleber, Edelfisch oder feine Gefl\u00fcgelsorten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt keine stilvollere Art, den Durst zu l\u00f6schen als mit einem prickelnden Glas Champagner. Doch Champagner ist nicht gleich Champagner. Was macht die Qualit\u00e4t eines guten Champagner aus? Wann und wie ist der edle Schaumwein \u00fcberhaupt entstanden? 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