{"id":6823,"date":"2026-09-29T09:09:20","date_gmt":"2026-09-29T07:09:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.derweinblog.at\/?p=6823"},"modified":"2026-09-28T15:38:29","modified_gmt":"2026-09-28T13:38:29","slug":"la-spinetta-weingenuss-so-einzigartig-wie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gottardi.at\/weinblog\/la-spinetta-weingenuss-so-einzigartig-wie\/","title":{"rendered":"La Spinetta. Weingenuss so einzigartig wie &#8230;"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.gottardi.at\/weinblog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Castagnole-delle-Lanze_barricaia_6_spinetta-1024x683.jpg\" alt=\"Besitzer von la Spinetta auf einem Weinfass im Weinfasskeller\" class=\"wp-image-6854\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Herr \u00fcber einige der wertvollsten F\u00e4sser Rotwein: Giorgio Rivetti und sein Familienclan sind die Menschen hinter La Spinetta. Foto: La Spinetta<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>&#8230; <strong>ein Nashorn in Bella Italia. <strong><strong>Ein vereinzeltes Nashorn, das nur wenige Menschen bei seiner Ankunft in Europa gesehen hatten, ziert heute die Flaschen eines Weinguts im Piemont \u2013 und passt trotzdem verbl\u00fcffend gut. 1515 zeichnete Albrecht D\u00fcrer das Tier rein nach Erz\u00e4hlungen, ganz ohne Vorlage, und traf trotzdem erstaunlich ins Schwarze. Genau diese Mischung aus Fantasie, Mut und Pr\u00e4zision faszinierte Giorgio Rivetti so sehr, dass er D\u00fcrers Nashorn zum Markenzeichen von La Spinetta machte. Und auch der L\u00f6we des deutschen K\u00fcnstlers ziert seit vielen Jahren den edelsten Barolo des Hauses, den Camp\u00e8. Zwei Tiere, die niemand im Piemont je live und in Farbe gesehen hat, als Sinnbild f\u00fcr ein Weingut, das lieber Neues wagt, als Altbew\u00e4hrtes brav zu verwalten? Damit liegt das Kultweingut La Spinetta bis heute richtig.<\/strong><\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ein Juwel aus dem Piemont<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Gegr\u00fcndet wurde La Spinetta 1977 von Giuseppe \u201ePin\u201c Rivetti und seiner Frau Lidia in Castagnole delle Lanze, mitten im Piemont. Der Name bedeutet so viel wie \u201edie Spitze des H\u00fcgels\u201c \u2013 dort stand die erste Kellerei der Familie. Heute f\u00fchren die Geschwister Carlo, Bruno, Giorgio und Giovanna das Erbe der Eltern fort, l\u00e4ngst unterst\u00fctzt von der n\u00e4chsten Generation. Aus einem kleinen Moscato-Betrieb ist ein Weingut mit drei Standorten in Piemont und der Toskana geworden \u2013 gefeiert f\u00fcr Barbaresco und Barolo ebenso wie f\u00fcr Barbera, Sangiovese und die wiederentdeckte Wei\u00dfweinsorte Timorasso. Rund 165 Hektar Reben, drei Generationen Familiengeschichte und ein Name, der l\u00e4ngst \u00fcber die Landesgrenzen hinaus f\u00fcr Qualit\u00e4t und Eigensinn steht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"685\" src=\"https:\/\/www.gottardi.at\/weinblog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Casanova_esterno_3spinetta-1024x685.jpg\" alt=\"Au\u00dfenansicht Weingut von la Spinetta in Piemont\" class=\"wp-image-6852\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das idyllische Weingut von La Spinetta in Piemont. Foto: la Spinetta<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Vom Traum eines Auswanderers zum Kult im Glas<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><strong><strong>1890 kehrte Giovanni Rivetti dem Piemont den R\u00fccken und wanderte nach Argentinien aus \u2013 im Gep\u00e4ck den Traum, eines Tages als gemachter Mann heimzukehren und ein eigenes Weingut zu gr\u00fcnden. Reich wurde er in der Fremde tats\u00e4chlich, zur\u00fcckgekommen ist er trotzdem nie. Verwirklicht hat diesen Traum erst eine Generation sp\u00e4ter sein Sohn Giuseppe, genannt \u201ePin\u201c, der gemeinsam mit seiner Frau Lidia 1977 in Castagnole delle Lanze, mitten im piemontesischen H\u00fcgelland, La Spinetta gr\u00fcndete \u2013 benannt nach der Anh\u00f6he, auf der ihre erste Kellerei stand, hoch \u00fcber den H\u00fcgeln von Castagnole delle Lanze.<\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Den Anfang machte ausgerechnet eine Rebsorte mit schlechtem Ruf: Moscato galt damals als bestenfalls s\u00fc\u00dfer Absacker. Die Rivettis glaubten trotzdem an ihr Potenzial und brachten mit Bricco Quaglia und Biancospino zwei der ersten aus Einzellagen ausgebauten Moscati d&#8217;Asti Italiens auf den Markt \u2013 ein Befreiungsschlag f\u00fcr eine untersch\u00e4tzte Traube. 1982 folgte mit der Barbera C\u00e0 di Pian der erste Rotwein, 1989 die Cuv\u00e9e \u201ePin\u201c, benannt nach dem Vater, die piemontesisches Terroir mit modernen Ideen verband. Es folgte, was heute wie eine logische Karriereleiter aussieht: 1995 der erste Barbaresco, Gallina, 1996 Starderi, 1997 Valeirano, drei Crus, die im Keller identisch behandelt werden, um umso deutlicher zu zeigen, wie unterschiedlich ihre Lagen schmecken. 1998 kam mit dem Bionzo eine Barbera aus jahrhundertealten Reben dazu, 2000 der erste Barolo aus Grinzane Cavour. 2001 wagte die Familie den Sprung in die Toskana und gr\u00fcndete mit der Casanova della Spinetta, 65 Hektar zwischen Pisa und Volterra, ein zweites Standbein f\u00fcr Sangiovese. 2011 \u00fcbernahm sie das historische Sekthaus Contratto in Canelli, das bis heute klassisch nach der Flascheng\u00e4rmethode arbeitet und zu den wichtigsten Namen der Appellation Alta Langa z\u00e4hlt. 2018 kamen schlie\u00dflich Rebfl\u00e4chen f\u00fcr die seltene, lange untersch\u00e4tzte wei\u00dfe Sorte Timorasso in den H\u00fcgeln von Tortona dazu. Heute bewirtschaftet La Spinetta rund 165 Hektar, gut 100 davon im Piemont, und z\u00e4hlt zu den Weing\u00fctern Italiens, die am h\u00e4ufigsten mit den begehrten Tre Bicchieri des Gambero Rosso ausgezeichnet wurden \u2013 \u00fcber drei\u00dfig Mal in der Geschichte des Hauses.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"470\" src=\"https:\/\/www.gottardi.at\/weinblog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Casanova_esterno_9_spinetta-1024x470.jpg\" alt=\"WEinberge von la Spinetta\" class=\"wp-image-6853\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Einige der besten Weinberge in Piemont sind in Besitz der Familie  Rivetti. Sie stehen f\u00fcr Frucht, Aromenvielfalt und ein edles Nashorn. Foto: La Spinetta<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Das Geheimnis der Traube<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Was sich in fast f\u00fcnf Jahrzehnten nicht ge\u00e4ndert hat, ist die Haltung dahinter. \u201eEs gibt nur ein Geheimnis hinter einem gro\u00dfen Wein: eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Traube\u201c, sagt Giorgio Rivetti \u2013 und meint damit vor allem den Weinberg, nicht den Keller. La Spinetta setzt auf biologische Bewirtschaftung und ist \u00fcberzeugt, dass die Weinberge lange vor der eigenen Familie da waren und es, richtig behandelt, auch danach noch sein werden. Im Zentrum stehen alte Rebst\u00f6cke, die zwar weniger, daf\u00fcr konzentrierteren und komplexeren Ertrag liefern, sowie autochthone Sorten, die den jeweiligen Boden verkostbar machen. Im Sommer wird radikal ausged\u00fcnnt \u2013 die sogenannte gr\u00fcne Lese \u2013, damit die verbleibenden Trauben die volle Identit\u00e4t ihrer Lage entwickeln k\u00f6nnen; die Ertr\u00e4ge liegen dadurch bewusst niedrig. Wann geerntet wird, entscheidet nicht der Kalender, sondern jahrelange Erfahrung im Weinberg selbst. Es sind dieselben Werte, die schon Pin und Lidia vorlebten: Demut, Respekt vor dem Land \u2013 und ein geh\u00f6riges Ma\u00df Ehrgeiz. Genau diese Mischung ist es, die aus einem einstigen Moscato-Betrieb ein Weingut gemacht hat, dessen Nashorn-Etikett heute in Weinkellern rund um die Welt steht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"850\" height=\"567\" src=\"https:\/\/www.gottardi.at\/weinblog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Ihr-Wunschetikett-8.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-6856\"\/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Weinvielfalt \u00e0 la La Spinetta<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Kaum ein Weingut deckt eine solche Bandbreite ab wie La Spinetta. Da ist der spritzige, blumige Moscato d&#8217;Asti, mit dem einst alles begann \u2013 ein Wein f\u00fcr den unbeschwerten Moment. Daneben stehen die Barbera-Weine, allen voran &#8222;Pin&#8220;, eine der ersten Cuv\u00e9es, die Barbera mutig mit Nebbiolo kombinierte. Das Herzst\u00fcck des Sortiments bilden aber die gro\u00dfen Nebbiolo-Weine: die Einzellagen-Barbarescos Gallina, Starderi, Valeirano und Bordini, jeder mit eigenem Charakter, sowie der strukturierte Barolo Camp\u00e8. Und mit der Erweiterung nach Toskana kamen Sangiovese und Vermentino dazu \u2013 ein ganz anderer, mediterraner Ton im Repertoire. F\u00fcr jeden Anlass der passende Wein, f\u00fcr jeden Geschmack eine Entdeckung.<\/p>\n\n\n\n<p>Lernen Sie beeindruckende Weinpalette von La Spinetta in unserem Shop kennen:<br><a href=\"https:\/\/www.gottardi.at\/weinshop\/catalogsearch\/result\/?q=La%20Spinetta\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.gottardi.at\/weinshop\/catalogsearch\/result\/?q=muster\">La Spinetta kennenlernen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230; ein Nashorn in Bella Italia. 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