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Sherry - Andalusien

Sherry - Andalusien

Sherry ist ein Kultgetränk aus Andalusien, dessen Ursprung 3.000 Jahre zurückliegt.



Was ist Sherry?

Der Name Sherry ist die englische Form des spanischen Weins Jerez, ein verstärkter Weißwein, der nach der Stadt Jerez de la Frontera benannt wurde. Nur hier sowie in Puerto Santa Maria und Sanlucar de Barrameda darf Sherry produziert werden. Sherry wird größtenteils aus der Rebsorte Palomino Fino hergestellt. Nach der Gärung und somit ohne Restsüße wird der Wein mit Brandy aufgespritet. Der auf diese Weise gewonnene Jungwein wird im „Solera“-Verfahren ausgebaut und verschnitten.



Das Solera-Verfahren

Das Solera-Verfahren wird grundsätzlich zum Ausbau und Verschnitt von Sherry verwendet. Dabei werden drei bis fünf Reihen von kleinen Holzfässern übereinander gelagert, die nur zu zwei Drittel gefüllt werden. Der Wein für die Füllung wird der untersten Lage (Solera = am Boden liegend) entnommen und die Fässer mit Jungwein aus den darüber liegenden Reihen aufgefüllt. Der dadurch über Jahre stattfindende Verschnitt ist die Basis für die .



Die Stilrichtungen und Qualitätsstufen von Sherry

Die verschiedenen Stilrichtungen ergeben sich aus dem Alkoholgehalt des Jungweines. Wenn der Wein unter 15 % Alkohol enthält, bildet sich eine Florschicht auf der Obrefläche des Weins, es handelt sich um eine auf dem Wein liegende Hefeschicht, die die Oxidation verhindert (keine Luft gelangt direkt an den Wein). Durch längere Lagerung, höheren Alkoholgehalt oder auch bei zu geringer Luftfeuchtigkeit, stirbt der Flor ab und der Wein oxidiert unter dem Lufteinfluss. Diese Oxidation ist bei manchen Sherry-Typen gewollt und macht ihren Charakter aus. So entstehen folgende Qualitätsstufen:

Fino: ein heller, trockener Sherry, der ausschließlich unter der Florschicht über mindestens drei Jahre reift.

Manzanilla: eine besondere Art des Fino, der aus dem Hafenort Sanlucar de Barrameda stammt. Aufgrund der Meeresnähe besitzt der Wein einen leicht salzigen und zartbitteren Geschmack.

Amontillado: ist ein gereifter Fino, bei dem nach einigen Jahren des Ausbaus die Florschicht abstirbt und eine leichte Oxidation stattfindet. Er bekommt dadurch ein feines Mandelaroma.

Oloroso: entsteht ohne Florschicht, daher unter oxidativem Einfluss. In der Farbe ist er dunkler, wird grundsätzlich trocken angeboten und besitzt ein duftendes Aroma nach verschiedenen Nüssen.

Cream: hier wird ein alter Oloroso mit einem Süßwein verschnitten.


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