Rathay
Herkunft: Österreich
Hauptanbaugebiete: Weinviertel, Niederösterreich
Weintyp: Rotwein
Synonyme: Klosterneuburg 1355-3-33, Rathay Noir
Charakteristik:
Rathay ist eine österreichische PIWI-Rebsorte, die für ihre hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Pilzkrankheiten und Frost bekannt ist.
Die Weine zeichnen sich durch eine dunkle, rubinrote Farbe und Aromen von Beerenfrüchten, Gewürzen und edelholzartigen Noten aus.
Am Gaumen präsentiert sich Rathay vollmundig mit gut eingebundenen Tanninen und einem harmonischen Säurespiel, das ihm gutes Lagerpotenzial verleiht.
Stil & Genuss:
Rathay-Weine werden meist trocken ausgebaut und zeichnen sich durch ihre intensive Struktur und komplexe Aromatik aus.
Sie eignen sich hervorragend als Speisenbegleiter zu kräftigen Fleischgerichten, Wild und gereiftem Käse.
Durch ihre Widerstandsfähigkeit sind sie besonders für den ökologischen Weinbau geeignet.
Servierempfehlung:
Trinktemperatur: 16–18 °C
Speiseempfehlung: Wildgerichte, Rindfleisch, gereifter Käse
Lagerfähigkeit: 5–10 Jahre (bei hochwertigen Qualitäten auch länger)
Besonderheiten:
Rathay wurde in den 1960er Jahren an der Klosterneuburger Weinbauschule durch Kreuzung von Blauburger und Klosterneuburg 1189-9-77 (Seyve-Villard 18-402 x Blaufränkisch) gezüchtet.
Die Sorte wurde nach dem ehemaligen Institutsdirektor Emerich Ráthay benannt und 2000 in Österreich als Qualitätswein-Rebsorte zugelassen.
Mit einer Anbaufläche von nur etwa 10 Hektar ist Rathay eine seltene und regionale Spezialität Österreichs.