Rotgipfler
Herkunft: Österreich
Hauptanbaugebiet: Thermenregion (Niederösterreich)
Weintyp: Weißwein
Synonyme: keine geläufigen Synonyme
Charakteristik:
Rotgipfler ist eine seltene, autochthone Weißweinsorte aus Österreich, die ihren Namen von den rötlich gefärbten Triebspitzen der Rebe trägt.
Die Sorte bringt duftige, körperreiche Weine hervor, die sich durch reife Fruchtaromen von Pfirsich, Aprikose und tropischen Früchten sowie eine feine Würze auszeichnen.
Am Gaumen zeigt sich Rotgipfler vollmundig, mit weicher Säure und einer geschmeidigen Textur.
Er kombiniert Frische und Fülle zu einem unverwechselbaren Stil.
Stil & Genuss:
Rotgipfler wird meist trocken ausgebaut, gelegentlich aber auch als halbtrockene Variante oder Prädikatswein.
In der Thermenregion wird er oft gemeinsam mit Zierfandler (auch Spätrot genannt) zu charaktervollen Cuvées verarbeitet, die als Spätrot-Rotgipfler bekannt sind.
Sortenreine Rotgipfler-Weine überzeugen durch ihre aromatische Tiefe, saftige Struktur und ihren eigenständigen Charakter.
Sie passen hervorragend zu asiatischer Küche, Krustentieren, Geflügel und aromatischen Käsesorten.
Servierempfehlung:
Trinktemperatur: 9–11 °C
Speiseempfehlung: Krustentiere, Geflügel, asiatische Gerichte, kräftige Gemüsegerichte, würzige Käsesorten
Lagerfähigkeit: 4–8 Jahre (bei hochwertigen Qualitäten auch länger)
Besonderheiten:
Rotgipfler ist eine Kreuzung aus Roter Veltliner und Traminer und gedeiht am besten auf warmen, kalkhaltigen Böden.
Die Sorte ist typisch für die Thermenregion südlich von Wien und gilt dort als Rarität mit großem Traditionswert.
Dank ihrer natürlichen Fülle und aromatischen Komplexität hat sich Rotgipfler in den letzten Jahren zu einem Geheimtipp unter Weißweinliebhabern entwickelt.
Er steht für österreichische Eigenständigkeit und regionalen Charakter in seiner schönsten Form.