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Deutschland

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Deutschland

Weißweine par excellence - das Weinland Deutschland

Leicht, würzig, spritzig und fruchtig – so präsentieren sich die deutschen Weine. Deutschland ist speziell für seine herausragenden Rieslinge bekannt und gehört in Europa eher zu den kleineren Weinbauländern. Es wird auf rund 100.000 Hektar Wein angebaut.

GESCHICHTE:

Seit mehr als 2.000 Jahre wird in Deutschland Weinbau kultiviert. Grundsätzlich ist Deutschland eher als Land der Biertrinker bekannt, jedoch sollte man die herrlichen Weißweine, die hier entstehen nicht außer Acht lassen. Im 18. Jahrhundert waren es vor allem die Klöster, die dem Wein wieder zu Ansehen verhalfen. Im 19. Jahrhundert waren es vor allem Adelige, die den Weinbau auf das hohe Niveau brachten, die den Wein bis heute noch auszeichnen. Die ältesten Weinberge befinden sich an den Ufern von Mosel, Neckar und Rhein.

KLIMA & BÖDEN:

Der deutsche Weißwein ist für seine frische und spritzige Art bekannt. Durch die etwas kälteren klimatischen Gegebenheiten enthält der Wein weniger Gerbsäure und etwas mehr Säure. Die Weinanbaugebiete befinden sich fast immer auf steilen Terrassen und in der Nähe von Flüssen, was das Klima positiv beeinflusst. Das Wasser hilft dabei die Sonnenstrahlen zu reflektieren und der dadurch entstandene Nebel im Herbst schützt die Reben vor zu frühem Frost.

REBSORTEN:

Deutschland ist hauptsächlich für seinen hervorragenden Weißwein bekannt, dies legt vor allem an seinen klimatischen Bedingungen und der Bodenbeschaffenheit. Es werden rund 100 weiße und nur 35 rote Rebsorten angebaut und vinifiziert. Bei den Weißen dominiert ganz klar der Riesling, gefolgt von Silvaner, Ruländer Müller-Thurgau und Weißburgunder. Die meistangebaute Rebsorte bei den Roten ist mit großem Abstand der Spätburgunder, gefolgt von Blauem Portugieser, Dornfelder und Trollinger.

WEINBAUGEBIETE:

Die 13 Weinbauregionen Deutschlands der Größe nach sortiert:

Rheinhessen umfasst ca. 26.700 Hektar und gilt als eines der traditionsreichsten Anbaugebiete. So findet man in Nierstein die älteste urkund¬lich erwähnte Weinlage Deutschlands aus dem Jahr 742.

Pfalz hieß bis 1993 noch Rheinpfalz. Ca. 23.500 Hektar sind mit Reben bepflanzt, hauptsächlich westlich des Rheins an den Hängen des Pfälzerwaldes. Die Weingärten sind geprägt von den Einflüssen des Haardt-Gebirges und des Rheins und lassen große Weine, hauptsächlich Rieslinge, entstehen.

Baden ist das südlichste Weinbaugebiet und erstreckt sich entlang des Rheins an der französischen Grenze. Auf knapp 16.000 Hektar ist vor allem der Blauburgunder, hier Spät-burgunder genannt, weit verbreitet.

Württemberg

ist vor allem bekannt für seine Rotweine, mit über 70 % ist das in Deutschland eine große Ausnahme. Der Trollinger spielt dabei die wichtigste Rolle, eine Sorte, die mit dem Südtiroler Vernatsch verwandt ist. Bei den Weißweinen ist der Riesling die Sorte, die den Großteil der 11.400 Hektar Weinflächen bedeckt.

Mosel ist der namensgebende Fluss dieses Weinbaugebiets, aber nicht wenige Weinberge liegen in den Nebentälern der Saar und Ruwer. Deshalb hieß das 8.600 Hektar große Gebiet bis 2006 auch Mosel-Saar-Ruwer. Während früher hier vor allem halbtrocken Weine ausgebaut wurden, zählt es heute zu den renommiertesten Regionen Deutschlands.

Franken liegt östlich von Frankfurt, entlang des Flusses Main. 6.100 Hektar sind fast ausschließlich mit weißen Rebsorten bepflanzt. Der Boden setzt sich aus Quarz, Schie¬fer, Porphyr, Sandstein, aber auch Löss und Lehm zusammen. Die Weine sind daher besonders mineralisch.

Nahe umfasst rund 4.200 Hektar. Die Reben gedeihen auf sanftem Hügelland, teilweise auch in Steillagen. Das Klima ist mild, ausgeglichen und regenarm. Der Rebsor¬tenspiegel ist vielfältig, zu 75 % sind weiße Sorten vertreten: Riesling, Müller-Thurgau und Silvaner stehen an der Spitze, obwohl Weiß- und Grauburgunder in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen haben.

Rheingau liegt westlich von Frankfurt, entlang der Mündung des Mains in den Rhein. Der Wein, der hier auf 3.150 Hektar gedeiht, ist einer der bekanntesten Deutschlands: Bereits vor 100 Jahren schätzte man den einzigartigen „Rheingauer Riesling“.

Weitere Weinbaugebiete mit jeweils unter 1.000 Hektar Weinbergfläche sind:

Saale-Unstrut (770 Hektar): ist das nördlichste Anbaugebiet Deutschlands.

Ahr (550 Hektar): ist vor allem für seine Rotweine bekannt.

Sachsen (460 Hektar): liegt rund um die Stadt Dresden.

Mittelrhein (450 Hektar): erstreckt sich über 110 km von der Mündung der Nahe bis nach Bonn.

Hessische Bergstraße (440 Hektar): bringt fruchtbetonte Rieslinge hervor.

Deutsche Weine liegen absolut im Trend.

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