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Sangiovese

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Sangiovese

Auch: Brunello/Brunelletto, Chiantino, Lambrusco Mendoza, Liliano, Montepulciano Primaticcio, Morellino, Nerello, Sangiovese dal Cannello Lungo, Sangiovese di Lamole, Sangiovese di Romagna, Sangiovese Dolce, Tuccanese, Vigna del Conte u. v. m.


Der Star aus der Toskana


Die Rebsorte welche heute als Sangiovese bekannt ist, wurde schon um 1600 das erste Mal unter dem Namen „Sangiogheto“ erwähnt. Angeblich stammt der Name aus dem Lateinischen und leitet sich von „Sanguis Jovis“ ab, was so viel bedeutet wie „Blut von Jupiter“, was auf den antiken Ursprung der Rebsorte hinweisen soll. Durch die morphologische und ampelografische Ähnlichkeit wird der Sangiovese häufig mit diversen anderen Rebsorten verwechselt. Den genauen Ursprung dieser italienischen Leitrebsorte konnte man bis heute noch nicht hundertprozentig feststellen, da verschiedene Forscher zu unterschiedlichsten Ergebnissen gekommen sind. Da der Sangiovese zur Mutation neigt, gibt es zahlreiche Abkömmlinge und Klone. Diese Klonvariationen werden dann oft unter eigenen Namen angepflanzt, daher gibt es für diese Rebsorte so viele Synonyme. Bis heute wächst der größte Teil der Reben in Italien, genauer gesagt in Mittelitalien (Toskana). Sangiovese passt sich gut und gerne an verschiedene Bodentypen an, ist allerdings eine sehr langsam und vor allem spätreifende Rebsorte, die sehr viel Sonne braucht. Durch die dünne Schale ist er allerdings anfällig für Fäulnis in feuchten Jahren. Die hohe Qualität der Trauben macht die Sorte natürlich auch für andere Regionen interessant: in Frankreich (vor allem Korsika), Rumänien, Ungarn, Argentinien, Australien, Chile, Neuseeland, Südafrika und den USA werden die ersten Hektar mit dieser Rebsorte bepflanzt.


Geschmacksprofil und Ausbau

Da die Trauben sehr langsam reifen, kann es in feuchten, kühleren Jahren vorkommen, dass die Trauben nicht voll ausreifen und die Weine dadurch sehr tannin- und säurebetont sind. In guten Jahren, wenn die Wetterbedingungen bis in den späten Herbst gegeben sind und die Trauben perfekt reifen können, sind die Weine geprägt durch Aromen von Kirschen, Brombeeren, Zwetschken, Schokolade, Gewürzen und Vanille mit einer feinen aber präsenten Säure und gut eingebundenem Tannin. Diese Rebsorte eignet sich für den Ausbau in Stahltanks, großem Holz und auch Barriquefässern. Gerne ist er ein Cuvéepartner von Merlot und Cabernet Sauvignon, die bekanntesten Sangiovese Weine sind allerdings fast immer reinsortig ausgebaut: Brunello di Montalcino, Vino Nobile di Montepulciano, Chianti Classico und Co. sind wohl die bekanntesten. Außerdem ist die lange Lagerfähigkeit dieser Weine hervorzuheben. Wenn die Weine aus bestem Traubenmaterial perfekt gemacht wurden, dann können diese 20 Jahre und länger reifen.


Sangiovese als Speisenbegleiter

Sangiovese ist durch seine verschiedenen Spielweisen ein sehr breitgefächerter Speisenbegleiter. Ein junger, eher einfach gestrickter Sangiovese, wie beispielsweise ein Chianti Classico ist ein hervorragender Begleiter zu italienischer Pasta wie Spaghetti alla Carbonara, Orecchiette mit frischer Arrabiata-Sauce oder Gnocchi alla Puttanesca, aber genauso zu Pizzen und Focaccia, Antipasti oder Lasagne. Ein etwas kräftigerer Sangiovese, der eventuell eine gewisse Zeit im Holzfass verbracht hat harmoniert sehr gut mit Burrata, getrockneten Tomaten und frischem Basilikum, Arancini (sizilianische Reiskugeln mit verschiedenen Füllungen) und anderen etwas gehaltvolleren Gerichten. Die gehaltvollen Vertreter dieser Sorten, die längere Zeit im Barrique gereift sind und eine schöne Tanninstruktur haben, runden jedes Dinner perfekt ab. Am besten zu Steak, Kotelette, Ossobuco, Geschmortem und anderen Köstlichkeiten.

Quelle: https://glossar.wein.plus/sangiovese, https://www.falstaff.at/sd/r/sangiovese/, https://magazin.wein.com/lexikon-eintrag/sangiovese/

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