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Montepulciano

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Montepulciano

Auch: Bordelais, Cordisco, Montepulciano d'Abruzzo


Weit verbreitet in Mittelitalien


Sehr oft wird der Montepulciano mit der autochthonen toskanischen Rebsorte Sangiovese verwechselt, da Sangiovese auch unter Montepulciano Primaticcio bekannt ist. Es gibt allerdings keinerlei Verwandtschaft zwischen den beiden Rebsorten. Der DOCG-Wein „Vino Nobile di Montepulciano“ hat zu dieser Verwechslung seinen Teil beigetragen. Der Montepulciano hat zwar seinen Namen vom toskanischen gleichnamigen Dorf, jedoch ist er in dieser Gegend kaum bis nicht vertreten. Seit wann diese Rebsorte besteht ist bis heute nicht geklärt. Die einen vermuten seinen Ursprung um 1700, andere behaupten er sei erst im 20. Jahrhundert entstanden. In Italien sind rund 35.000 Hektar Weinberge mit dieser Rebsorte bepflanzt die sich auf die Regionen Abruzzen, Apulien, Molise, Umbrien und Toskana verteilen. Außerhalb von Italien gedeiht der Montepulciano auch in Argentinien, Australien, Brasilien, Kalifornien und Neuseeland, spielt dort aber nur eine untergeordnete Rolle. Es handelt sich um eine spätreifende Rebsorte, die sehr viel Wäre und Sonneneinstrahlung braucht, um die Trauben reifen zu lassen. Diese Voraussetzungen findet er in Mittel- und Süditalien. Der Montepulciano hat einen hohen Ertrag der, um gute Qualitäten hervorbringen zu können, durch Grünernte limitiert werden muss. Der wohl berühmteste Wein dieser Sorte ist der „Montepulciano d’Abruzzo“, welcher zu mindestens 70 % aus der Rebsorte vinifiziert werden muss. Auch der „Cerasuolo“, der zwischen einem hellen Rotwein und einem Rosé liegt, wird typisch aus Montepulciano erzeugt.


Geschmacksprofil und Ausbau

Charakteristisch für Montepulciano ist die tiefdunkle Farbe, die ins Lila gehen kann, der robuste und saftige Körper, die präsenten Tannine und die geringe Säure. Reinsortig ausgebaut zeigen sich Noten von roten Beeren, Kirschen, Pflaumen sowie Tabak, Vanille und Muskat mit einer feinen Würzigkeit. Meist ist der Alkoholgehalt dieser Weine hoch. Gerne wird er auch mit Negroamaro, Primitivo und Sangiovese verschnitten, mit letzterem vor allem, um die Farbe etwas aufzubessern. Auch mit den internationalen Rebsorten Cabernet Sauvignon und Merlot wird er gerne cuvéetiert. Er ist in vielen italienischen Cuvées zu finden, allerdings meist nur zu einem kleinen Teil, um die Farbe, den Alkohol und das Tannin etwas zu pushen. Eine wahre Besonderheit dieser Rebsorte ist ihre Resistenz gegen Flaschen Mehltau und Botrytis cinerea, was die ertragreiche Rebsorte sehr beliebt macht. Montepulciano Weine sind meist für den jungen Konsum gedacht und sollten in den ersten 3-5 Jahren getrunken werden. Die Rebsorte hat aber auch Lagerpotenzial. Sofern der Ertrag stark reduziert wurde und die Arbeiten im Keller auf hohe Qualität ausgelegt ist, kann Montepulciano bis zu 15 Jahre ohne Probleme reifen. Diese Weine werden meist eine Zeit lang im Holzfass gelagert.


Montepulciano als Speisenbegleiter

Montepulciano passt durch seinen präsenten Gerbstoff sehr gut zu gehaltvollen Speisen, zu Gerichten mit rotem Fleisch sowie zu Rohschinken und Salami. Nicht zuletzt wegen seines interessanten Preises wird der Montepulciano gerne in italienischen im offenen Ausschank angeboten. Er passt hervorragend zu jeder Art der Mediterranen Küche, zu Pizza, Bistecca Fiorentina und auch Pasta. Durch seine würzigen und an Röstaromen erinnernden Noten passt er außerdem perfekt zu jedem Grillfest. Die jungen, unkomplizierten und fruchtbetonten Montepulcianos harmonieren perfekt mit Salaten, Garnelen und Scampi, Geflügel und auch Gemüse.

Quelle: https://www.falstaff.at/sd/r/montepulciano/, https://www.ps-wein.de/wein-info/rebsorten/rebsortenm/montepulciano/, https://www.weinfreunde.de/magazin/weinwissen/montepulciano/, https://www.weingueter-in.de/weinlexikon/montepulciano/

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